Original Autograph Ulrike Meinhof (RAF, 1934-1976) & Frans Masereel (1889-1972)


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Original Autograph Ulrike Meinhof (RAF, 1934-1976) & Frans Masereel (1889-1972):
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ArtikeldetailsOriginal Autograph Ulrike Meinhof (RAF, 1934-1976) & Frans Masereel (1889-1972) /// Autograph signiert signed signee Meinhof, Ulrike Marie und Frans Masereel :


Briefbogen

Sprache: Deutsch

Bestell-Nr: 352694

Bemerkungen: Extremst (sic) selten, seit vielen Jahren das erste Original im Handel.- Briefbogen der KONKRET mit maschinenschriftlichem Brief von Ulrike Meinhof als Redakteurin des Magazins, Hamburg den 17. Juli 1959, an den belgischen Künstler Frans Masereel. von Meinhof mit blauem Kuli signiert.- Gefaltet, kleine Randbestossungen, Anriss oben links. Auf dem Brief sind Notizen von der Hand von Frans Masereel.- Dabei eine ca A6 grose Original-Kulizeichnung "Tunnel" von Frans Masereel mit eigenhändiger Notiz, Wasserschaden an Blatt.- Ob dies ein Entwurf von Frans Masereel für die KONKRET war, oder weshalb er das Blatt dem Brief beigesellte, liess sich nicht eruieren /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Ulrike Marie Meinhof (* 7. Oktober 1934 in Oldenburg (Oldb); ? 9. Mai 1976 in Stuttgart-Stammheim) war eine deutsche Journalistin und radikale Linke, die später zur Linksterroristin wurde. In den 1950er Jahren war sie in der Bewegung Kampf dem Atomtod engagiert, seit 1959 als Redakteurin der Zeitschrift konkret, ab 1965 in der Außerparlamentarischen Opposition (APO). 1970 nahm sie an der Baader-Befreiung teil, gründete die Rote Armee Fraktion (RAF) mit und verfasste deren ideologisches Konzept. Sie nahm 1972 an der Mai-Offensive der Rote Armee Fraktion teil, wurde im Juni 1972 festgenommen und verbrachte den Rest ihres Lebens in Haft, zeitweise isoliert von Außenkontakten. Im November 1974 wurde sie wegen Mordversuchs bei der Baader-Befreiung zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ab 1975 war sie im Stammheim-Prozess mit den übrigen RAF-Führungsmitgliedern des vierfachen Mordes und 54-fachen Mordversuchs angeklagt. Vor dem Prozessende wurde sie in ihrer Zelle in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim erhängt aufgefunden. Zwei Obduktionen schlossen Fremdeinwirkung aus. /// Frans Masereel (* 30. Juli 1889 in Blankenberge; ? 3. Januar 1972 in Avignon) war ein bedeutender belgischer Grafiker, Zeichner und Maler sowie Pazifist. Mosaik von Frans Masereel an einem Werksgebäude von Villeroy & Boch in Mettlach Das Grab von Frans Masereel auf dem Campo Santo Sint-Amandsberg in Gent Leben Masereel verbrachte seine Kindheit in seiner Geburtsstadt an der belgischen Küste. Er zeigte schon früh musische Talente. Von 1907 bis 1908 besuchte er die Kunstakademie in Gent. 1910 siedelte er mit Pauline Imhoff, seiner späteren Ehefrau, nach Paris über, 1915 in die Schweiz. Dort trat er dem Internationalen Roten Kreuz in Genf bei und schloss sich dem Kreis der Pazifisten um Henri Guilbeaux und Romain Rolland an. Stefan Zweig wurde sein Freund, der ihn u. a. mit Kasimir Edschmid, Rilke, Hermann Hesse, Theodor Däubler und Sternheim bekannt machte. Erste Radierungen und Holzschnitte von Masereel waren schon ab 1913 in einigen Zeitschriften erschienen, aber erst in der Schweiz erreichte er ein größeres Publikum. Die Zeitschriften demain, les tablettes und vor allem die Zeitung la feuille veröffentlichten seine Zeichnungen und Holzschnitte, alleine la feuille nahezu tausend Antikriegszeichnungen. Er erlangte Bedeutung für die französischen und deutschen pazifistischen Publikationen während des Ersten Weltkriegs und danach.[1] Ab 1917 entstanden die ersten Linol- und Holzschnittfolgen und Bildromane - eine völlig neue Ausdrucksform - sowie Illustrationen für Bücher. Zunächst im Selbstverlag und kleineren Verlagen veröffentlicht, engagierten sich bald etablierte Häuser für Masereels Werke, insbesondere Kurt Wolff in München. Seine Bildgeschichten, etwa Mein Stundenbuch und Die Sonne, fanden mit AuFlagen von 100-150.000 eine weite Verbreitung in Deutschland. So wurde Masereel in der Zwischenkriegszeit einer der berühmtesten Holzschneider und Zeichner, der vielseitige Freundschaften und Bekanntschaften pflegte, darunter Persönlichkeiten wie Romain Rolland, Stefan Zweig, Hermann Hesse, Klaus Mann, Thomas Mann, Carl Sternheim und Thea Sternheim, Henry van de Velde, George Grosz, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht. Einen Überblick über seine zahlreichen Beziehungen gibt die Broschüre Frans Masereel und seine Freunde.[2] Ausstellungen zum Thema Buchillustrationen dokumentieren Masereels Bedeutung auch in der Nachkriegszeit.[3][4] Nachdem sich Masereel ab 1922 wieder in Paris niedergelassen hatte, wandte er sich verstärkt der Malerei zu. Inspiriert durch die Pariser Atmosphäre entstanden zunächst seine berühmten Aquarelle, die das nächtliche Paris widerspiegeln, etwa Rue, la nuit, Sur le trottoir und Jazz nègre. Erste Ausstellungen bei Joseph Billiet in Paris erregten großes Aufsehen. Im Küstenort Equihen, nahe Boulogne-sur-Mer, kauften die Masereels 1924 ein Fischerhäuschen. Dort verbrachte Masereel bis 1939 regelmäßig die Sommermonate und wandte sich zunehmend der Ölmalerei zu. In drei Jahren entstanden dort rund 100 Bilder, mit denen er als Maler international bekannt wurde. In den Jahren 1929 und 1930 erreichte er den Höhepunkt seines Könnens mit monumentalen Bildnissen wie Femme assise, L'Accordéoniste und Seestücken.[5] Die erste Retrospektive in der Kunsthalle Mannheim 1929 mit 200 Werken bedeutete für Masereel den Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere. Es folgten 11 weitere Einzelausstellungen, sodass 1930 eine Art Masereel-Jahr wurde.[6] Masereels Werke galten den Nationalsozialisten als ?entartet?, und 1937 wurde im Rahmen der deutschlandweiten konzertierten Aktion ?Entartete Kunst? eine Vielzahl seiner Arbeiten nachweislich aus dem Städtischen Kunsthaus Bielefeld, dem Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, dem Schlesischen Museum der Bildenden Künste Breslau, der Städtischen Kunstsammlung Chemnitz, den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf, der Städtischen Kunstsammlung Gelsenkirchen, dem Pfälzischen Gewerbemuseum Kaiserslautern, dem Städtischen Kunsthaus Kassel, dem Museum Behnhaus Lübeck, dem Städtischen Museum Mainz, der Städtischen Kunsthalle Mannheim und der Städtischen Bildergalerie Wuppertal-Elberfeld beschlagnahmt.[7][8] 1940 flohen die Masereels aus Paris in den Süden Frankreichs: Aufenthalte in Avignon mit Atelier im Papstpalast und später im Département Lot-et-Garonne. Von 1947 bis 1949 arbeitete Masereel an der neugegründeten Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken.[9] 1949 wurden sie in Nizza sesshaft. Ein Jahr später erhielt Masereel den großen Preis für Grafik der Biennale di Venezia. Auch in den kommunistischen Staaten war er sehr populär: In der Sowjetischen Besatzungszone erschien 1949 das Buch Frans Masereel mit zahlreichen Grafiken des Künstlers.[10] 1957 besuchte er Ost-Berlin anlässlich der Ausstellung in der Deutschen Akademie der Künste. 1959 beteiligte sich Masereel in der DDR mit dem Holzschnitt Ehrung für Romain Rolland (45 × 32 cm) an dem für die Internationale Buchkunst-Ausstellung in Leipzig ausgeschriebenen Wettbewerb Frieden der Welt. Die Arbeit wurde mit weiteren 47 aus 300 Arbeiten ausgewählt und als Reproduktion in einer Mappe publiziert.[11] 1958 unternahm er eine Reise nach China (Ausstellung in Peking, Shanghai, Wuhan). Nach dem Tod seiner Frau Pauline heiratete er Laure Malclès, seine langjährige Geliebte. Masereel starb 1972. Er ist begraben auf dem Friedhof von Sint-Amandsberg in Gent. 1951 wurde er Mitglied der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique.[12] Eine ausführliche tabellarische Übersicht über Masereels Leben und Werk gibt Paul Ritters Ausstellungsbroschüre zum 100. Geburtstag des Künstlers.[13] /// Standort Wimregal Ill-Umschl2025-040

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