orig. Photo signed Rudolf Caracciola autograph Berghe v. Trips Nürburgring 1957

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orig. Photo signed Rudolf Caracciola autograph Berghe v. Trips Nürburgring 1957:
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30jährigesJubiläum der Rennstrecke Nürburgring. Zu Beginn des 20. ADAC Eifelrennens am30. Juni 1957 drehen die Rennfahrer Rudolf Caracciola und Wolfgang Graf Berghevon Trips eine Ehrenrunde.
OriginalerFotoabzug von 1957.
Auf derRückseite mit Aufdruck der Bildagentur Keystone G.m.b.H., München 22,Thierschstr. 11.
Mit Original-Unterschrift des Rennfahrers RudolfCaracciola mit schwarzer Tinte geschrieben!!!
Das Foto lag jahrzehntelang unberührt imSpeicher - die Unterschrift ist also aus dem Entstehungsjahr des Fotos!
Keine Unterschrift vom Sekretär, der Putzfrau, der Oma, oderirgendwann später gemacht.
Die Echtheit aller hier von mit gemachten Angaben garantiereich!!!
Größe: 152 x 180 mm.
Auf der Rückseite handschriftlich bezeichnet.
Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, Rückseiteetwas fleckig und gedunkelt, sonst sehr guter Zustand.
HervorragendeBildqualität – extrem selten!!!
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Januar 1901 in Remagen; † 28. September 1959 in Kassel) war der erfolgreichste deutsche Automobilrennfahrer in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.Leben Caracciola wurde als Sohn des Hoteliers und Weingroßhändlers Maximilian Caracciola (1866–1915) und dessen Frau Mathilde geborene Preutz (1867–1937) am 30. Januar 1901 in Remagen geboren. Caracciolas Eltern ermöglichten ihrem Sohn erste Fahrversuche mit einem Mercedes 16/45. Bereits im Alter von 15 Jahren durfte er mit Sondererlaubnis den Führerschein machen.Nach dem Schulabschluss am Remagener Gymnasium war Caracciola zunächst als Volontär bei der Berlin-Anhaltischen Maschinenbau AG in Köln tätig und wechselte anschließend als Verkäufer zum Aachener Automobilbauer Fafnir. Seine mehr als 30 Jahre währende Rennfahrerkarriere begann auf dem Motorrad. 1922 gewann er das Motorradrennen „Rund um Köln" und belegte als Werksfahrer für Fafnir beim Berliner AVUS-Rennen den vierten Platz. Nach dem bald darauf folgenden Sieg auf einem Ego-Kleinwagen im Berliner Grunewaldstadion bewarb sich Caracciola bei Daimler-Benz und stieg zur Ära der Kompressor-Fahrzeuge als Rennfahrer ein. 1923 fuhr er als Werksfahrer auf dem Mercedes 6/25/40 PS Kompressor-Sportwagen in Baden-Baden sein erstes Rennen und erzielte noch im selben Jahr elf weitere Siege.Im Jahre 1926 heiratete Rudolf Caracciola Charlotte Liesen. Im selben Jahr gewann er auf einem Mercedes überraschend unter widrigen Wetterbedingungen den ersten Großen Preis von Deutschland auf der Berliner AVUS.Im Jahr darauf gewann er das erste Autorennen auf dem neu gebauten und laut seiner Aussage „bärig schweren“ Nürburgring. Die dortige enge Linkskehre Karussell befuhr er einige Jahre später als erster absichtlich unter Zuhilfenahme des Straßengrabens auf der Innenseite, wodurch deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich waren. Dieser Graben war ursprünglich nur für das Ableiten von Regenwasser geschaffen worden. Daraufhin wurde das Karussell mittels Betonplatten als Steilkurve befestigt und somit regulärer Teil der Piste. Diese berühmte Kurve auf der Nordschleife wurde anlässlich seines 100. Geburtstages in Caracciola-Karussell umbenannt.Caracciola siegte fast ausschließlich auf Mercedes-Benz in zahlreichen Grand-Prix-Rennen und Sportwagenrennen. So gewann er sensationell als erster Nicht-Italiener 1931 die Mille Miglia in Italien, obwohl er aufgrund der Weltwirtschaftskrise kaum von Mercedes unterstützt werden konnte und somit für das 1000-Meilen-Rennen auf öffentlichen Straßen nicht trainieren konnte. Auch für die nötigen Stopps standen weder genügend Mechaniker noch Material zur Verfügung. Um weiter Rennen fahren zu können, musste er sich 1932 bei Alfa Romeo verpflichten. Bei einem Unfall 1933 in Monaco erlitt er schwere Hüftverletzungen.Caracciola war auch bei Bergrennen sehr erfolgreich. In den Jahren 1930 und 1931 gewann er die Europa-Bergmeisterschaft für Sportwagen auf Mercedes-Benz und 1932 die für Rennwagen auf Alfa Romeo.Im Februar 1934 kam seine Frau Charlotte bei einem Lawinenunglück in der Schweiz, der neuen Wahlheimat des Ehepaars, ums Leben.Während der berühmten Silberpfeil-Ära (1934–1939) wurde er dreimal Europameister, dem heutigen Formel-1-Weltmeister-Titel vergleichbar. Seine bedeutendsten Konkurrenten während dieser Zeit waren neben Manfred von Brauchitsch und Hermann Lang im eigenen Team die Auto-Union-Piloten Hans Stuck und Bernd Rosemeyer. Caracciola stellte zahlreiche Geschwindigkeitsweltrekorde auf den neu fertiggestellten Autobahnen (zum Beispiel auf der Rennstrecke Dessau) auf. Am 28. Januar 1938 fuhr er mit einem Mercedes-Benz W 125 432,7 km/h für den fliegenden Kilometer und 432,0 km/h für die fliegende Meile, die schnellsten jemals auf öffentlichen Straßen gefahrenen Geschwindigkeiten. Besonders im Regen galt Caracciola als schneller und sicherer Fahrer, was ihm die Bezeichnung „Regenmeister“ einbrachte.Caracciola, der H. anlässlich einer Fahrzeugübergabe 1931 kennengelernt hatte, trat nach 1933 ins N. ein, wo er den Rang eines O.s erreichte. Den Krieg verbrachte der Hotelierssohn an seinem Wohnsitz in der Schweiz, deren Staatsangehörigkeit er 1946 beantragte. 1946 wollte er in Indianapolis starten, verunglückte jedoch beim Training, als ihm ein Vogel ins damals noch durch simple Brillen geschützte Gesicht unter dem offenen Helm schlug. 1952 versuchte er ein Comeback bei der Mille Miglia auf Mercedes-Benz 300 SL, wo er den vierten Platz belegte.1952 nahm er die Schweizer Staatsbürgerschaft an und startete beim Großen Preis der Schweiz. Dort musste er – bedingt durch einen schweren Unfall in der 13. Runde und einen dreifachen Bruch des linken Unterschenkels – auf der Schweizer Bremgarten-Rundstrecke bei Bern seine Rennsport-Karriere endgültig beenden.In Indianapolis ist seine umfangreiche Pokalsammlung ausgestellt.Caracciola erlag am 28. September 1959 in Kassel im Alter von 58 Jahren einem Leberversagen als Folge einer Leberzirrhose. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Lugano-Castagnola (Schweiz). Am 6. Mai 2008 wurde Rudolf Caracciola in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Wolfgang Reichsgraf Berghe von Trips (* 4. Mai 1928 in Köln; † 10. September 1961 in Monza) war ein deutscher Rennfahrer.Die Laufbahn von Wolfgang Berghe von Trips, Nachkomme eines der ältesten rheinischen Adelsgeschlechter, begann 1953 mit dem Rennsport. Unter dem Pseudonym Axel Linther bestritt er seine ersten Rennen auf Porsche. Einen anderen Namen wählte er, um seine Eltern nicht zu ängstigen. Schließlich sollte er in deren Sinne später einmal der Schlossherr zu Hemmersbach bei Horrem werden.In seinem ersten Jahr errang er schon zahlreiche Siege und ein Jahr später (1954) wurde er bereits Deutscher Meister. Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer wurde auf ihn aufmerksam und engagierte von Trips 1955 für sein Mercedes-Sportwagen-Werksteam. Berghe von Trips fuhr einen Mercedes 300 SLR. Der Aufstieg in die Formel 1 schien nur noch eine Frage der Zeit. Doch nach der Katastrophe beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans stieg Mercedes aus der Formel 1 aus und der Weg in die Königsklasse war wieder in weite Ferne gerückt.Doch auch Ferrari hatte das Talent des deutschen Grafen entdeckt. Schon beim Grand Prix von Italien 1956 in Monza sollte er zum Einsatz kommen. Doch im Abschlusstraining hatte er mit seinem Lancia-Ferrari D50 einen schweren Unfall und brach sich einen Arm. Dieser Unfall war der Beginn einer langen Sturzserie, der Berghe von Trips den Beinamen Count Crash einbrachte.Am 13. Januar 1957 absolvierte er beim Grand Prix von Argentinien in Buenos Aires sein Formel-1-Debüt. In seinem dritten Grand Prix am 8. September beim Grand Prix von Italien in Monza kam er schließlich hinter Stirling Moss und Juan Manuel Fangio als Dritter ins Ziel und errang seine ersten 4 WM-Punkte. Die Engländer gaben ihm in dieser Zeit den neuen Spitznamen Taffy (sonst auf Waliser gemünzte Bezeichnung eines tapferen Kerls).1958 springen in sechs WM-Rennen für Ferrari nur 9 WM-Punkte heraus. Im Grand Prix von Italien in Monza hat er darüber hinaus gleich in der 1. Runde in der Lesmo-Kurve einen Unfall mit dem BRM von Harry Schell, was seinen Ruf als Crash-Pilot weiter nährt. Doch Enzo Ferrari, der sonst mit Piloten, die keine Siege einfahren und seine Autos zu Schrott fahren, nicht gerade zimperlich umgeht, hat ein Einsehen. Er lässt von Trips 1959 in seinem Sportwagen-Team fahren.Um weiter in der Formel 1 bleiben zu können, fährt Berghe von Trips in der Königsklasse für Porsche. Aber schon beim ersten Rennen der Saison 1959 hat er beim Grand Prix von Monaco mit seinem F2-Porsche 718 in der 1. Runde in der Saint-Devote-Kurve einen Unfall mit Cliff Allison und Bruce Halford und der Ruf des Crash-Piloten wird weiter geschürt. Beim Heim-Grand-Prix auf der AVUS erhält von Trips wieder eine Startmöglichkeit für das Porsche-Team. Mit einem F2-Porsche 718 bestreitet er das Training. Das Porsche-Team zieht sich aber vom Rennen zurück, da am Tag zuvor Teamkollege Jean Behra in einem Sportwagen-Rennen tödlich verunglückte.1960 fuhr Wolfgang Berghe von Trips wieder fast die gesamte Formel-1-Saison mit einem Ferrari Dino 246. Ein 4. Platz (Portugal), drei 5. Plätze (Argentinien, Niederlande, Italien) und ein 6. Platz (England) sicherten ihm 10 WM-Punkte und 7. Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft.Nach den Regeländerungen von 1961 hatte das Ferrari-Team auf einmal das überlegene Fahrzeug und Berghe von Trips gewann seine ersten F1-Rennen. Als Führender der WM-Wertung, der zum Gewinn der Weltmeisterschaft nur noch einen einzigen Sieg benötigte, verunglückte Berghe von Trips im September 1961 beim Großen Preis von Italien in Monza nach einer Kollision mit Jim Clark in der 2. Runde bei der Anfahrt zur Parabolica-Kurve tödlich. Bei diesem als 'schwarze Stunde der Formel 1' bezeichneten Unfall schleuderte der Ferrari von Berghe von Trips auf den seitlichen Erdwall der Geraden vor der Kurve und prallte gegen die Drahtabzäunung vor der Tribüne, wobei 15 Zuschauer getötet und 60 weitere verletzt wurden. Berghe von Trips wurde dabei aus dem Rennwagen geschleudert und war durch einen Genickbruch sofort tot. Teamkollege Phil Hill gewann das Rennen und wurde später Weltmeister mit 34 Punkten vor Berghe von Trips mit 33 Punkten. Dritter wurde Stirling Moss mit 21 Punkten.Bei der Wahl zum „Sportler des Jahres 1961“ gewann Wolfgang Reichsgraf Berghe von Trips mit 1.193 Stimmen.Berghe von Trips war Gründer des Deutschen Sportfahrerkreises (DSK) und brachte Karts aus den USA mit nach Deutschland. Der Heimatverein von Michael und Ralf Schumacher ist heute nach ihm benannt (Wolfgang Reichsgraf Berghe von Trips e.V., Kart-Club Kerpen-Manheim im DMV).Wolfgang Reichsgraf Berghe von Trips wurde in der aufwendig gestalteten Familiengruft auf dem Friedhof in Kerpen-Horrem beigesetzt. Im Schloss Hemmersbach der gräflichen Familie Berghe von Trips, deren letzter Nachkomme Wolfgang Reichsgraf Berghe von Trips war, wurde ein Rennsportmuseum eingerichtet. 1996 bekam Berghe von Trips in dem englischen Spielfilm „La Passione“ (Drehbuch und Musik: Chris Rea) ein filmisches Denkmal gesetzt. Für diesen Film, in dessen Mittelpunkt der Handlung ein Junge steht, der Berghe von Trips als großes Idol verehrt, kam Original-Filmmaterial von Wolfgang Reichsgraf Berghe von Trips zur Verwendung, welches zuvor noch niemals gezeigt worden war. Im Abspann des Films ist erst ein Schwenk auf sein Grab und dann eine Ferrari-Fahrt von Berghe von Trips auf der Strecke von Monza inklusive der Steilkurven zu sehen, die 1960 mittels einer vor seinem Gesicht montierten Kamera in originaler Länge aufgezeichnet wurde - dazu läuft Chris Reas Song „Only to fly“, der seinerzeit auch als Singleauskopplung veröffentlicht wurde.Formel-1-Grand-PrixErster Grand Prix Argentinien 1957Letzter Grand Prix Italien 1961Formel-1-Teams1957-1958 Ferrari 1959 Porsche KG - Ferrari 1960 Ferrari - Scuderia Centro Sud 1961 FerrariFormel-1-StatistikRennen Poles Podien Siege27 1 6 2Schnellste Runden 0Führungsrunden 153 Runden über 744 kmWM-Titel -WM-Punkte 56. Das Eifelrennen ist ein Motorsportwettbewerb, der seit 1922 vom ADAC in der Eifel veranstaltet wird. Ausgetragen wurde er von 1922 bis 1926 auf einem 33,2 km langen Rundkurs von öffentlichen Schotterstraßen, der von Nideggen aus über zurück nach Nideggen führte. Mit ihren 86 Kurven bei einem zu überwindenden Höhenunterschied von 265 m ähnelte die Strecke der Targa Florio in Sizilien. 1927 wurde das Rennen auf den neuen Nürburgring verlegt.GeschichteBeginn als „Eifelrundfahrt“ in NideggenDas Eifelrennen startete am 15. Juli 1922 als „Eifelrundfahrt“ vom Parkplatz der Burg Nideggen. Eine Einteilung nach Sport-, Touren- oder Rennwagen sowie nach Privatfahrern und Werksfahrern gab es noch nicht. Das Fahrerlager war eine eingezäunte Wiese an der Nideggener Burg. Die Fahrer schliefen, für die damalige Zeit exklusiv, im Turm der Burg. Beim ersten Rennen hatte es geregnet und alle fuhren durch knöcheltiefen Schlamm auf dem Parcours.Bereits um 5:25 Uhr starteten die Hilfsmotorräder. Sie hatten außer den Motoren mit 1,5 bis 2 PS noch Pedale zum Mittreten. Sie mussten zwei Runden (66,4 km) fahren. Gesamtsieger bei den Automobilen wurde nach 5 Runden (166 km) in der Klasse bis 18 PS der Düsseldorfer Werksfahrer Kurt C. Volkhart auf einer Steiger mit 2:07:00 Stunden. Zweiter im Gesamt wurde sein Werkskollege Alfred Noll, der schnellste aus der Klasse bis 10 PS mit 2:18:00 Stunden. Fritz und Hans von Opel wurden Klassensieger in der Klasse bis 8 PS und Dritter gesamt und absolvierten die Strecke in 2:19:30 Stunden. Der damals 21-jährige Rudolf Caracciola nahm mit einem Wagen teil, den sein Onkel ihm in Aachen in seiner Fafnir-Werkstatt gebaut hatte. Er kam aber – im Gegensatz zu seinen späteren großen Erfolgen auf Mercedes und Alfa Romeo – nicht ans Ziel.1923 fiel das Rennen in der Zeit des passiven Widerstandes gegen die Besatzungsmacht aus.Die zweite Eifelrundfahrt dauerte drei Tage, nämlich vom 17. bis 19. Juli 1924. Am ersten Renntag regnete es fast ununterbrochen. Danach staubte es nur noch. Die Straßen waren noch nicht asphaltiert. Beim Motorradrennen am ersten Tag siegte Franz Bieber aus München auf einer BMW.Der zweite Tag war stürmisch mit Hagelschauern. Der Nideggener Hotelier hatte unterhalb der Danzley, einem Felsen in den Serpentinen von Nideggen nach Brück, für 3000 Zuschauer eine Holztribüne mit Dach aufbauen lassen, die ein Opfer des Unwetters wurde. Wetzka und Haide aus Wien siegten in 5 Stunden 10 Minuten auf der 330 km langen Strecke (10 Runden).Die dritte Eifelrundfahrt vom 18. bis 20. Juni 1925 kostete den ADAC bereits 70.000 Reichsmark (entspricht heute ca. 281.000 Euro), eine damals sehr hohe Summe. Italienische Fahrer aus Genua und deutsche aus Köln lieferten sich erbitterte Gefechte. Die Italiener siegten. Das Rennen forderte drei Menschenleben. Gustav Münz aus Düren fuhr mit einem umgebauten Ford Modell T und musste mehrmals das Rennen wegen Schäden unterbrechen.Die vierte Eifelrundfahrt fand 1926 statt. Die Dürener feierten Gustav Münz als Sieger, aber nach Prüfung der Resultate wurde Felten aus Wermelskirchen zum Sieger erklärt. Trotzdem gratulierte Henry Ford persönlich Münz in einer Automobil-historischen Postkarte.Seit 1927 „ADAC-Eifelrennen“ auf dem NürburgringOrtsdurchfahrten im Renntempo waren gefährlich und Straßensperrungen für die Bewohner lästig. Deshalb entstanden früh Pläne zum Bau einer permanenten Rennstrecke in der Eifel, die in den Jahren 1925 bis 1927 als Nürburgring verwirklicht wurden.Eröffnungsrennen auf dem GesamtkursAm 18. und 19. Juni 1927 wurde die neue „Gebirgs- und Prüfstrecke“ mit dem „Eifelrennen“ eingeweiht.Nach den Feierlichkeiten startete am Samstag um 14:30 Uhr mit der Klasse bis 350 cm³ der erste Motorradlauf, den der Düsseldorfer Rennfahrer Toni Ulmen auf einer 350er Velocette gewann (5 Runden = 141,5 km in 1:40:51,0 Stunden). Danach starteten im Rennen 2 die Solomaschinen bis 1000 cm³ gemeinsam mit den Gespannen. Schnellster Motorradfahrer war der Münchner Toni Bauhofer, der in der Klasse bis 500 cm³ auf einer BMW sechs Runden bzw. 169,8 km in 1:53:4 Stunden fuhr; Durchschnitt: 89,2 km/h. In den Gespannklasse gewannen ebenfalls Düsseldorfer Clubkameraden von Ulmen, das Duo Heinz Kürten und Beifahrer Hans Theisen auf einem Andrees-Gespann mit einer Fahrzeit von 2:16:32 Stunden. Am Sonntag um 10:00 Uhr startete der Lauf der Sportwagen über 5000 cm³, den Rudolf Caracciola mit einem kompressoraufgeladenen Mercedes-Benz Typ S in einer Zeit von 3:33:21,0 Stunden für 12 Runden auf dem Gesamtkurs bzw. 340,8 km gewann. Das entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 96,5 km/h.Fortan wurden alle Eifelrennen auf dem Nürburgring ausgetragen – meist im Frühjahr –, und zwar sowohl für Wagen als auch für Motorräder, allerdings nicht mehr auf dem Gesamtkurs, sondern entweder auf der Südschleife (1928 bis 1931 und 1958 bis 1968) oder der Nordschleife.Erste „Silberpfeile“ beim EifelrennenBeim Eifelrennen im Jahr 1934 wurde angeblich der Begriff Silberpfeil geprägt, der fortan die erfolgreichen Rennwagen von Mercedes bezeichnete. Nach der nicht unumstrittenen Legende schabten die Mercedes-Mechaniker in der Nacht vor dem Rennen den weißen Lack von den Autos ab, um die höchstzulässigen 750 kg der damaligen Rennformel nicht zu überschreiten, sodass das silberglänzende Metall der Karosserien freigelegt wurde. Sieger des Rennens in der Klasse der Wagen über 1500 cm³ wurde Manfred von Brauchitsch im Mercedes-Benz W 25 (15 Runden = 342,150 km in 2:47:36,4 Stunden). Insgesamt waren bei dem Rennen drei Wagen- und sieben Motorradklassen am Start.Boykott 1974Beim Eifelrennen 1974, bei dem abwechselnd Rennen von Autos und Motorrädern stattfinden sollten, kam es zum Boykott der Motorrad-Spitzenfahrer wegen der für den Mischbetrieb nötigen und von beiden Seiten kritisierten Kompromisse bei der Streckensicherung: Strohballen zum Schutz der Motorradfahrer seien eine Feuergefahr für Autos, könnten sie bei einem Aufprall eventuell hochkatapultieren, und Leitplanken seien lebensgefährlich für Motorradfahrer, hieß es. Letzteres bestätigte ein Sturz des Engländers Bill Henderson, der sich schwere Verletzungen zuzog. Das Rennen wurde vom Rennleiter Kurt Bosch trotzdem gestartet, aber nur noch wenige Fahrer traten daraufhin zum Start an. Folge des Boykotts war, dass es künftig keine gemischten Rennveranstaltungen mit Motorrad- und Autorennen mehr gab.Absage wegen Schneefall1985 sollte neben anderen die Formel 3000 mit 15 Wagen und Fahrern wie Christian Danner und Emanuele Pirro beim Eifelrennen im Mai starten. Starke Schneefälle und Eis auf den Zufahrtsstraßen zum Nürburgring machten die Veranstaltung jedoch unmöglich. Der wirtschaftliche Schaden durch die Absage belief sich nach Schätzungen des ADAC auf rund eine halbe Million DM (entspricht heute ca. 470.000 Euro).Entwicklung nach 1985Seit 1986 waren Läufe verschiedener Rennsportserien Inhalt des Eifelrennens, wie Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft und Sport-Auto-Supercup für Rennwagen der Gruppe C. Hinzu kamen Rennen des Renault-5-Pokals, der Formel 3, des Porsche-944-turbo- sowie des Porsche-Carrera-Cups usw. 2004 fand das letzte Eifelrennen herkömmlicher Art statt, das gleichzeitig 1000-km-Rennen war. Damit endete die Serie der Veranstaltungen, in der ehedem aktuelle Wagen der verschiedensten Kategorien und bis 1974 auch Motorräder starteten.Nach einer Pause von vier Jahren schrieb der ADAC als Veranstalter das Eifelrennen erstmals für historische Fahrzeuge aus, die in dieser neuen Art der Traditionsveranstaltung sowohl im sportlichen Wettbewerb als auch bei Demonstrationsfahrten zu sehen sind.Von 2011 bis 2013 wurde das ADAC Eifelrennen vom Düsseldorfer ADAC-Ortsclub DAMC 05 ausgerichtet. ADAC-Eifelrennen-SiegerDie Liste nennt die Sieger der jeweils leistungsstärksten Wagenklasse.1922 Kurt C. Volkhart, Klasse bis 18 Steuer-PS (Steiger)1923 – kein Eifelrennen –1924 Wetzka und Haide (Wien)1925 N.N. (Italien)1926 Felten (Wermelskirchen)1927 Rudolf Caracciola, Sportwagen über 5000 cm³ (Mercedes-Benz)1928 Otto Spandel, Sportwagen über 3000 cm³ (Steyr)1929 H. Metz, Sportwagen bis 3000 cm³ (Imperia)1930 Heinrich-Joachim von Morgen, Rennwagen über 1500 cm³ (Bugatti)1931 Rudolf Caracciola, Wagen (Mercedes-Benz)1932 Rudolf Caracciola, Wagen über 1500 cm³ (Alfa Romeo)1933 Tazio Nuvolari, Wagen über 1500 cm³ (Alfa Romeo)1934 Manfred von Brauchitsch, Wagen über 1500 cm³ (Mercedes-Benz)1935 Rudolf Caracciola, Rennwagen über 1500 cm³ (Mercedes-Benz)1936 Bernd Rosemeyer, Rennwagen über 1500 cm³ (Auto Union)1937 Bernd Rosemeyer, Rennwagen (Auto Union)1939 Hermann Lang, Rennwagen (Mercedes-Benz)1950 Fritz Riess, Formel 2 (AFM)1951 Paul Pietsch, Formel 2 (Veritas Meteor)1952 Rudolf Fischer, Formel 2 (Ferrari 500)1953 Toulo de Graffenried, Formel 2 (Maserati)1954 Karl-Günther Bechem, Sportwagen bis 1500 cm³ (Borgward)1955 Juan Manuel Fangio, Rennsportwagen über 1500 cm³ (Mercedes-Benz 300 SLR)1956 Walter Schock, Gran Turismo über 2000 cm³ (Mercedes-Benz)1957 Hans Joachim Walter, Gran Turismo bis 1600 cm³ (Porsche 356)1958 Wolfgang Seidel, Gran Turismo über 1600 cm³ (Ferrari)1959 Wolfgang Graf Berghe von Trips, Formel Junior (Stanguellini-Fiat)1960 Dennis Taylor, Formel Junior (Lola-BMC)1961 Joseph Siffert, Formel Junior (Lotus-Ford)1962 Peter Warr, Formel Junior (Lotus-Ford)1963 Gerhard Mitter, Formel Junior (Lotus-DKW)1964 Jim Clark, Formel 2 (Lotus-Cosworth)1965 Paul Hawkins, Formel 2 (Alexis-Cosworth)1966 Jochen Rindt, Formel 2 (Brabham-Cosworth)1967 Jochen Rindt, Formel 2 (Brabham-Cosworth)1968 Chris Irwin, Formel 2 (Lola-Cosworth)1969 Jackie Stewart, Formel 2 (Matra-Cosworth)1970 Jochen Rindt, Formel 2 (Lotus-Cosworth)1971 François Cevert, Formel 2 (Tecno-Ford)1972 Jochen Mass, Formel 2 (March-Ford)1973 Reine Wisell, Formel 2 (GRD-Cosworth)1974 Rolf Stommelen, Tourenwagen (Ford Capri RS)1975 Jacques Laffite, Formel 2 (Martini-BMW)1976 Freddy Kottulinsky, Formel 2 (Ralt-BMW)1977 Jochen Mass, Formel 2 (March-BMW)1978 Alex Ribeiro, Formel 2 (March-Hart)1979 Marc Surer, Formel 2 (March-BMW)1980 Teo Fabi, Formel 2 (March-BMW)1981 Thierry Boutsen, Formel 2 (March-BMW)1982 Thierry Boutsen, Formel 2 (Spirit-Honda)1983 Beppe Gabbiani, Formel 2 (March-BMW)1984 – kein Eifelrennen –1985 – kein Eifelrennen –1986 Hans-Joachim Stuck, Sport Auto Supercup (Porsche 962C)1987 Hans-Joachim Stuck, Würth Supercup (Porsche 962C)1988 Bob Wollek, Supercup (Porsche 962C)1989 Bob Wollek, Supercup (Porsche 962C)1990 Steve Soper, DTM (BMW M3)1991 Klaus Ludwig, DTM (Mercedes-Benz 190 E)1992 Roland Asch, DTM (Mercedes-Benz 190 E)1993 Nicola Larini, DTM (Alfa Romeo 155 V6 TI)1994 Klaus Ludwig, DTM (Mercedes-Benz C-Klasse V6)1995 Alexander Burgstaller, STW-Rennen (BMW 320i)1996 Jörg van Ommen, DTM (AMG-Mercedes C-KL)1997 Laurent Aïello, STW Rennen (Peugeot 406)1998 Johnny Cecotto, STW Rennen (BMW 320i)1999 – kein Eifelrennen –2000 Manuel Reuter, DTM (Opel Astra V8 Coupé)2001 Laurent Aiello, DTM (Abt-Audi TT-R)2002 – kein Eifelrennen –2003 Gianmaria Bruni, Formel 3000 (Lola-Zytek)2004 Pierre Kaffer/Allan McNish, LMP1 (Audi R8) Der Nürburgring ist eine Rennstrecke auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Adenau in der Eifel, die am 18. Juni 1927 eingeweiht wurde.Die ursprünglich insgesamt bis etwa 28 km lange legendäre „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ war in ihrer Ur-Form bis 1982 in Betrieb.1984 wurde an gleicher Stelle die zum damaligen Zeitpunkt „modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt“ eröffnet. In unmittelbarer Nähe der damals nur rund 4,5 km langen GP-Strecke liegt die noch 20,8 km lange Nordschleife. Beide getrennte Rennstrecken können zu einem heutzutage bis fast 26 km langen Gesamtkurs zusammengefasst werden, der unter anderem beim 24h-Rennen benutzt wird. Diese Streckenvariante des Nürburgrings ist heute die längste permanente Rennstrecke der Welt. Weiterhin kann die Grand-Prix-Strecke in den Sprint-Circuit (kurze Variante) und den Müllenbach-Circuit (südlicher Teil der Strecke) unterteilt werden.Geschichte Schon anfangs der 1920er Jahre wurde vom ADAC auf öffentlichen Straßen in der Eifel das so genannte Eifelrennen veranstaltet. Daraus entwickelte sich die von lokalen Politikern forcierte Idee, eine permanente Rennstrecke zu errichten, die auch als Testareal dienen, Touristen in die Gegend locken und Arbeitsplätze schaffen sollte. Von Anfang an konnte die Strecke auch abends oder an rennfreien Wochenenden gegen Gebühr von Jedermann mit einem Straßenfahrzeug befahren werden.Der Baubeginn in der Gegend zwischen Adenau und Mayen war 1925, und schon zwei Jahre später konnte der „Nürburg-Ring“ eingeweiht werden. Als Namensgeber diente die Burgruine Nürburg bzw. die gleichnamige Ortschaft, die ebenso wie Quiddelbach, Herschbroich und Breidscheid im Innern der heute 20,8 Kilometer langen Nordschleife liegen.Der erste Geschäftsführer des Nürburgrings war ab 1927 Alex Döhmer aus Köln.Die Premiere war am Samstag 18. Juni 1927 mit dem Eifelrennen für Motorräder über den Gesamtkurs mit 28 km bzw. ein Tag später mit einem Automobil-Rennen, das Rudolf Caracciola gewann. Dieser befand die „erste Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ mit ihren vielen Kurven, Gefällen und Sprunghügeln als „bärig schwer“.Der bald als „Nürburgring“ bezeichnete Kurs galt jahrzehntelang in der klassischen 22,8 km langen Nordschleifen-Variante als eine der schwierigsten Grand-Prix-Strecken der Welt. Die bis 1970 durch Hecken gesäumte „Achterbahn“ wurde deswegen von Jackie Stewart als „Grüne Hölle“ bezeichnet. Der zu bewältigende Höhenunterschied beträgt fast 300 Meter, zwischen den Streckenabschnitten bei Breidscheid einerseits und der Hohe Acht bzw. der Nähe von Nürburg andererseits.Zudem gab es die weniger bekannte 7,7 km lange Südschleife, welche durch die Gemarkung Müllenbach führte. Die Möglichkeit, beide zu einem ca. 28 km langen Kurs zu verbinden, wurde ab 1931 nur noch selten genutzt, wie etwa dem 84-stündigen Marathon de la Route in den 1960ern. Es wurden auch Sprintrennen auf dem nur 2,2 km langen Kurs um den Start-Ziel-Bereich herum veranstaltet (der Beton-Schleife), der auch zum Aufwärmen bzw. zum Starten der Stoppuhr vor einer Trainingsrunde über die volle Strecke diente.Bereits 1928 verunglückte mit Cenek Junek ein bekannter Pilot tödlich, dem in den 1930er Jahren weitere folgen sollten. Mit dem Argentinier Onofre Marimón verunglückte 1954 erstmals ein Formel-1-Fahrer tödlich auf dem Nürburgring. Einige Tage nach dem F1-GP 1966 starb der Fahrer John Taylor an den bei einem Unfall erlittenen Brandverletzungen. Gerhard Mitter nahm 1969 mit einem Formel 2 von BMW am Training der F1 teil und verunglückte am „Schwedenkreuz“ tödlich. Die enge, von Hecken umsäumte Strecke geriet seit Ende der 1960er Jahre angesichts der immer schnelleren Fahrzeuge zunehmend in die Kritik. Im Jahre 1970 erwirkten die Formel-1-Fahrer kurzfristig einen Boykott, worauf der Große Preis von Deutschland vorübergehend an den Hockenheimring verlegt wurde. Dieser Hochgeschwindigkeitskurs war nach dem tödlichem Unfall von Jim Clark 1968 umgebaut worden, wobei insbesondere Leitplanken zum Einsatz kamen, die am dreimal so langen Nürburgring noch fehlten.Nach Umbauarbeiten auf der Nordschleife 1970/71 kehrte die Königsklasse für zweimal drei Jahre in die Eifel zurück, wobei allerdings jeweils weitere Umbaumaßnahmen verlangt wurden. Aufgrund der Hanglage können an vielen Stellen jedoch keine der geforderten breiten Auslaufzonen erstellt werden, da dies enorme Erdbewegungen erfordern würde. Zudem hatten die Ambulanzen bei Unfällen immer kilometerlange Wege zurückzulegen. Die kürzere Südschleife wurde nicht umgebaut und ab Mitte der 1970er Jahre gar nicht mehr für Rundstreckenrennen benutzt. Dafür fanden mehrere Bergrennen mit Start in Müllenbach statt.So stand schon vorher fest, dass die Formel 1 aufgrund dieser Sicherheitsmängel ihren letzten Lauf am 1. August 1976 dort austragen würde. Dieses Rennen wurde dann zusätzlich vom schweren Feuerunfall Niki Laudas überschattet, der aber nicht, wie immer noch häufig und gerne kolportiert wird, ursächlich für die endgültige GP-Verlegung nach Hockenheim war.Die Motorrad-WM trug zuletzt 1980 einen Grand Prix auf der Nordschleife aus. Andere Rennserien wie Formel-2-EM, Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM), ADAC-1000km Nürburgring, Sportwagen-Weltmeisterschaft usw. fuhren dort trotz großer Bedenken noch bis zum Jahre 1983, dann allerdings während der laufenden Umbauarbeiten auf einem auf 20,8 km verkürzten Kurs mit einer provisorischen Boxenanlage.Die neue Grand-Prix-Strecke Nachdem die Formel 1 ab 1977 nur noch in Hockenheim fuhr und andere internationale Serien auch abzuwandern drohten, wurden die möglichen Optionen diskutiert. Die Wahl fiel letztendlich auf eine aus Kostengründen nur ca. 4,5 km lange moderne Rennstrecke, die nur noch die Start- und Zielgerade mit der alten Rennstrecke gemeinsam hatte. Die ursprüngliche Südschleife wurde aufgegeben und in öffentliche Straße bzw. Zufahrtswege zu Parkplätzen umgewandelt. Die verkürzte Nordschleife samt der kleinen Boxenanlage von 1983 besteht weiterhin, sie kann weitgehend unabhängig vom Betrieb auf der benachbarten GP-Strecke benutzt werden, z. B. von der RCN und GLP.Im Jahre 1984 wurde die Grand-Prix-Strecke, die breite Auslaufzonen aufweist, mit einer live im deutschen Fernsehen übertragenen Veranstaltung eingeweiht. Die Strecke wurde im Jahre 2002 mit dem Bau der Mercedes-Arena auf ca. 5,1 km erweitert. Zudem wurde 2000 die Boxenanlage komplett neu gebaut, mit insgesamt 33 Garagen, die mehrere Meter hoch sind und sich so auch für Trucks eignen.Die F1 trug 1984 und 1985 zwei Rennen auf dem neuen Nürburgring aus, aber seit 1986 wird der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring ausgetragen. Im Gegenzug wechselte die Motorrad-WM in den 1990ern für einige Läufe von Hockenheim in die Eifel, fährt aber seit 1998 am Sachsenring.Ab 1995 fand jedoch jährlich ein zweites F1-Rennen in Deutschland statt, das als Grand Prix von Europa bezeichnet wurde (1997 und 1998 jedoch als Großer Preis von Luxemburg, da der Europa-GP 1997 als Saisonabschluss in Jerez [Spanien] und 1998 gar nicht ausgetragen wurde). Die Distanz beträgt seit dem Umbau 2002 jeweils 60 Runden bzw. 308,863 km.Aber auch diverse Motorrad-, Truck-, Oldtimer- und DTM-Rennen sowie einige Markenpokale sind auf dem GP-Kurs des Nürburgrings zu Hause. Ebenso fahren alle Einsitzer-Serien sowie GT-Rennwagen und Sportwagen nur auf der „sicheren“ Variante. Trotzdem erlitten einige Piloten im Lauf der Jahre auch dort schwere oder gar tödliche Verletzungen, was aber kaum dem Zustand der Rennstrecke anzulasten ist.Sonstige Rennen In Verbindung mit der 20,8 km langen reinen Nordschleife können bis zu 25,9 km lange Varianten kombiniert werden, auf denen Tourenwagen mehrstündige VLN-Langstreckenrennen austragen und zudem das 24-Stunden-Rennen, das im Jahr 2004 ca. 220.000 Zuschauer anlockte (deutlich mehr als die Formel 1, die wesentlich höhere Eintrittspreise verlangt). Hier fahren 230 Autos gleichzeitig um die Wette, vom 100-PS-Kleinwagen über DTM-Werksautos bis hin zum 700 PS starken Turbo-Porsche, wobei sich über 1.000 Fahrer (Amateure und Profis) an den Lenkrädern ablösen.Abends und an Sonntagen kann jedermann gegen eine Gebühr von 19 Euro pro Runde mit seinem Straßenfahrzeug auf der „berühmt-berüchtigten“ Nordschleife fahren. Genutzt wird die gesamte Strecke auch für Sportfahrerlehrgänge, bei denen Rennfahreraspiranten und Rennsport-Interessierte die Ideallinie auf dem Ring erlernen können, für Testfahrten der Automobil-Industrie und der Presse sowie für vieldiskutierte Rekordrunden.Im Bereich der Müllenbach-Schleife im südlichen Teil der GP-Strecke gab es neben dem normalen Asphaltkurs zusätzliche Schotterpassagen, wodurch hier vom ADAC (Regional-Club Nordrhein) auch Rallycross-Rennen organisiert werden konnten. Außerdem fand in diesem so genannten Rallycross-Stadion Müllenbachschleife im Jahre 1989 das zweite Race of Champions der Autosport-Geschichte statt.Wertungsprüfungen der Rallye Köln-Ahrweiler führen alljährlich über die Reste der Südschleife sowie in umgekehrter Fahrtrichtung über die Nordschleife.Außerdem gab es Bergrennen mit Start in Müllenbach, dem tiefsten Punkt der Südschleife. Gefahren wurde entgegen der üblichen Richtung hoch zu Start und Ziel. Da dann die Rückführung weiter im Kreis zurück nach Müllenbach führte, war ein unterbrechungsloser Betrieb möglich. Solche Bergrennen konnten innerhalb eines Tages mit allen Trainings- und Wertungsläufen durchgeführt werden.Bis 2002 bestand neben dem Fahrerlager eine 1.300 m lange Kart-Strecke. Auf diesem Gelände wurde die „Mercedes-Arena“ errichtet bzw. Flächen für ein erweitertes Fahrerlager asphaltiert.Auf dem Nürburgring fand außerdem schon dreimal die Straßenrad-Weltmeisterschaft statt, in den Jahren 1927, 1966 (Weltmeister Rudi Altig) und 1978.Andere Veranstaltungen Bekannt ist auch das Musikfestival Rock am Ring, das jährlich am ersten Juniwochenende im Paddock-Bereich auf dem Nürburgring stattfindet. Zu diesem mehrtägigen Rock-Event kommen jedes Jahr rund 80.000 Besucher, die Wiesen und Felder rund um die Rennstrecke in den größten Camping- und Zeltplatz der Welt verwandeln. Die Nordschleife ist seit 1978 Austragungsort des Nürburgring-Laufs, der heute zusammen mit verschiedenen Radsport-Veranstaltungen (u. a. ein 24-Stunden-Radrennen) das Event Rad & Run am Ring bildet.Zukunft Im Juli 2006 wurde bekannt, dass Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone ab 2007 nur noch einen Grand Prix-Lauf pro Jahr in Deutschland zulassen will. Dafür sollen sich der Hockenheimring und der Nürburgring jährlich abwechseln. Bei den betroffenen Streckenbetreibern löste diese Nachricht keinen Widerspruch aus, da die Formel-1-Veranstaltungen in den vergangenen Jahren ohnehin nur Verluste für sie gebracht hatten. Nach Agenturmeldungen vom 24. Juli erklärten die Verantwortlichen, dass der deutsche Grand Prix 2007 auf dem Nürburgring als „Großer Preis von Europa“ und 2008 auf dem Hockenheimring als „Großer Preis von Deutschland“ gefahren werden soll. Diese Meldungen wurden in der Folge mehrfach bestätigt; die Nürburgring-GmbH verwies dabei auf einem noch bis 2011 laufenden Vertrag mit der Formel-1-Organisation. Im Januar 2007 warf der rheinland-pfälzische Rechnungshof den Rennstreckenbetreibern Missmanagement vor. Die Formel-1-Veranstaltungen 2004 und 2005 hätten jeweils rund 9 Millionen Euro Verlust gebracht. Der von Bernie Ecclestone kontrollierten Firma Formula One Administration Ltd. (FOA) seien dabei jährlich etwa 16 Millionen Euro Antrittsgeld gezahlt worden. Die Gesamtkosten pro Grand Prix würden jährlich um etwa 10 Prozent steigen.Am 25. März 2007 teilte der Nürburgring-GmbH-Geschäftsführer Walter Kafitz mit, dass die „Shell“-S-Kurve zwischen Dunlop-Kehre und Kumho-Kurve (Nr. 11) in „Michael-Schumacher-S“ umbenannt wird. Schumacher kam persönlich zur „Taufe“ der Kurve am 22. Juli 2007 im Rahmen des Großen Preises von Europa an die Strecke [2].F1-StreckendatenStreckenlänge: 5,148 km Rundendistanz: 60 Runden (308,863 km) Länge der Boxengasse: 381,4 m lt. Nürburgring-Website Streckenrekord: Juan Pablo Montoya mit dem BMW Williams, 1:18.354 (2001) Streckenrekord (nach Umbau der Strecke 2004): Michael Schumacher mit dem Ferrari F2004, 1:29.468 (2004).
orig. Photo signed Rudolf Caracciola autograph Berghe v. Trips Nürburgring 1957:
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